Einfach anders machen: Endlich schönes Haar

Viele Jahre war ich unzufrieden mit meinen Haaren: schnell fettend, zu dünn (die Haare!), zu fein, zu glatt, oft hat meine Kopfhaut auch gejuckt. Kein Wunder wenn man die Haare, bzw. Kopfhaut so strapaziert: tägliches Waschen, Shampoo, Festiger, Spülung, Kur, Haarspray, föhnen, Lockenstab …

Auch der Umstieg auf Naturkosmetik-Shampoos vor über 10 Jahren brachte nicht die gewünschte Besserung, ich hatte trotzdem Kopfjucken und die Haare fetteten mit empfohlenen Spezialshampoos und div. Beratungen genauso schnell nach.

Traumhaft schöne Haut und Haare in der Schwangerschaft

Nun ist das leider eine begrenzte Zeit. Danach habe ich massig Haare verloren und aus Frust ein ganzes Stück abgeschnitten. War mir alles zu aufwendig.

Mit Kind ändert sich alles – also bei mir zumindest. Ich hinterfrage noch viel mehr als vorher. Welches Shampoo für mein Baby, Kind? Und je intensiver ich mich eben mit den Inhaltsstoffen auseinander setzte, umso klarer und einfacher war die Lösung: Weniger ist mehr – das gilt in den meisten Bereichen.

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Meine Fotos sind grundsätzlich authentisch und nicht retuschiert! (c) www.hundert-werden.de

In meinem Beitrag über Einfache Kosmetik habe ich das Buch „Alles klar mit Haut und Haar“ von Susanne Kehrbusch (die Autorin ist Frisörmeisterin und ärztlich geprüfte Gesundheitsberaterin) bereits erwähnt und sie beschreibt sehr anschaulich und nachvollziehbar, warum weniger tatsächlich mehr ist.

 

 

Dann habe ich meine Haarpflege enorm vereinfacht:

  • Die Haare so selten wie möglich waschen (man kann die Waschintervalle hinauszögern: also statt jeden Tag, jeden zweiten Tag, usw.. Das kann aber bis zu 1 Jahr oder länger dauern, bis sich die Kopfhaut regeneriert hat. Für mich eine echte Geduldsprobe und nicht so einfach umzusetzten, hat mich manchmal Überwindung gekostet
  • Morgens und abends mit einer speziell der Kopfform angepassten Naturhaarbürste bürsten (s. Foto)
  • Haarwaschmittel ohne jegliche Zusätze, die Allergien auslösen, die Kopfhaut schädigen und Schuppen oder fettiges Haar erst begünstigen können (sie klärt nur auf und gibt, was ich wiederum sehr gut finde, keine direkte Produktempfehlung)

Haare waschen: Je länger die Haare, umso wichtiger die Kämmbarkeit

2013 habe ich Lavaerde (auch Rassoul oder Ghassoul) für meine Haut und Haare entdeckt (wie praktisch: Ein Produkt für alles!) und ich stelle fest, dass dieses furchtbare Jucken auf der Kopfhaut und die teilweise vorhandene Schuppenbildung zusehends weniger wurden. Perfekte Kämmbarkeit garantiert. Das zu häufige Waschen mit entfettenden Shampoos hatte meine Kopfhaut über die Jahre ziemlich angegriffen.

Roggenmehl auch für die Haare

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Roggenmehl habe ich immer zuhause – zum Brotbacken und manchmal auch zum Haare waschen! (www.hundert-werden.de)

Das funktioniert auch! Vollkornmehl würde ich nicht empfehlen, denn es hat gefühlt ewig gedauert, bis alle Reste ausgewaschen waren. Die genaue Anleitung findest du hier.  Anfangs war ich skeptisch, was die „graue Pampe“ anbetrifft, hätte nie gedacht, dass selbst meine schulterlangen Haare nach dem Waschen mit Roggenshampoo auch so leicht kämmbar sind.

Aleppo-Seife / Oliven-Seife: Meine bisherigen Erfahrungen

So viel Gutes habe ich über die Aleppo-Seife gelesen und musste sie ausprobieren! Gefunden habe ich hier einen ausführlichen Bericht mit allen Vorzügen der Seife. Gerade testen wir eine reine Olivenseife, denn es gibt einige wenige, die das enthaltene Lorbeeröl nicht so gut vertragen.

Seife mit auf Reisen zu nehmen finde ich doch noch einen Tick praktischer als Lavaerde (das ja eigenlich ein Pulver ist, wie feiner Sand). Und ich muss dann auch nichts anrühren.

Meine Haare sind mit der Seife auch relativ leicht kämmbar nach dem Waschen, allerdings ist mein Eindruck, dass die Seife bei mir Ablagerungen hinterlässt, wie auch in der Badewanne.

Toll: Apfelessig-Pflegespülung

Besonders wenn die Haare mit Seife gewaschen werden, aber auch bei sehr kalkhaltigem Wasser ist eine Spülung mit einer sogenannten Rinse = ca. 1 Liter lauwarmes Wasser mit einem Schuss Apfelessig (circa 30 ml) empfehlenswert. Die Haare glänzen und fühlen sich weich an, ganz OHNE Chemie und Einwirkungszeit. Mache ich so 1 x im Monat.

Fazit

Es sind nun mehr als 4 Jahre, die ich fast ausschließlich Lavaerde zum Waschen meiner Haare verwende und für mich ist sie ideal. Roggenshampoo nehme ich selten. Seife wenn wir mal ein Wochenende weg sind.

Nachtrag: Weil ich gefragt wurde, ob die Lavaerde denn nicht die Rohre verstopft. Nein, denn sonst hätten wir schon ein Problem. Da hätte ich eher beim Roggenmehl Bedenken.

Auffrischen: easy!

Für das schnelle Auffrischen zwischendurch kann ich die Lavaerde sogar als „Trockenshampoo“ empfehlen: Auf die Hand geben in den Haaransatz oder in den Pony reiben (bitte über dem Waschbecken) mit einem Handtuch die Haarpartien abwuscheln, ggf. ausbürsten oder -kämmen. Fertig.

Was ich durch die Umstellung gewonnen haben:

  • Gesunde, schuppenfreie Kopfhaut, die nicht mehr juckt, ein intakter Säureschutzmantel
  • Natürlich schöne Haare, die Volumen haben und nicht mehr aufwendig geföhnt werden müssen
  • Ich habe Pflegeprodukte, die quasi „Null-Müll“ oder “ zero-waste“ sind (also weder Trinkwasserverunreinigung durch chemische Zusatzstoffe und noch Plastikmüllverpackungen)
  • Diese komplett natürlichen Haarpflegeprodukte sind vergleichsweise preisgünstig
  • Ich bin meinem Ziel einfach gesund mindestens 100 Jahre alt zu werden, wieder ein kleinen Schritt näher gekommen 🙂

Hast du schon einmal über alternative Haarpflege nachgedacht oder bereits selbst getestet? Ich bin gespannt über deine Erfahrungen.

Wenn du Fragen hast, freue ich mich über eine persönliche Nachricht, einen Kommentar hier auf meinem Blog oder auch: wenn dir gefällt, was ich schreibe, sag‘ es weiter – wenn nicht, sag‘ es mir.

Vielen Dank für deine Aufmerksamkeit. Ich wünsche dir Gesundheit, Glück und ein langes Leben.

Sandra, deine Bloggerin vom Bodensee

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Autor: Sandra

Bloggerin von www.hundert-werden.de

7 Gedanken zu „Einfach anders machen: Endlich schönes Haar“

  1. Liebe Sandra, nachdem ich nun von Heilerde (die ich ausversehen gekauft habe) zu Lavaerde gewechselt habe, klappt es ganz super mit dem Haarewaschen. Die Heilerde lies sich sehr schwer auswaschen und ich hatte ständig das Gefühl, ich rieche diesen erdigen Geruch… Aber nach der Wäsche mit Lavaerde fühlen sich meine Haare total weich und frisch an. Ich muß sie mittlerweile auch nur 2x pro Woche waschen. Auch juckt die Kopfhaut nicht mehr. Kann es echt nur weiterempfehlen. Vielen Dank für den Tipp!

  2. Hallo Sandra,
    ich habe vor kurzem das Buch von Susanne Kehrbusch gelesen. Jahrelang hatte ich große Probleme mit dem Juckreiz auf dem Kopf und extrem trockenen immer wieder abbrechenden Haaren. Schon jetzt, nach 5 Wochen hat sich die Problematik super gebessert. Ich habe seitdem zwei mal ayurvedische Heilerde zum Waschen der Haare benutzt und ansonsten nur Wasser. Durch das regelmäßige ausgiebige Kämmen der Haare sind diese weicher, glatter geworden und der Juckreiz hat sich minimiert. Ich finde es einfach genial, so einfch und so wirkungsvoll! Ich habe einen sohn, welcher durch einen unverschuldeten Unfall in einem wachkomaähnlichen zustand geraten ist. Bei ihm hat sich ein seborrhoishes Ekzem gebildet, höchstwahrscheinlich damals als Folge der vielen Antibiotika und der veränderten Lebensführung. Auch bei ihm habe ich sämtliches Haarwaschmittel und sonstige industriellen Pflegeprodukte abgesetzt und verfahre genuso wie bei mir. Vielleicht bekomme ich so seine Hautprobleme endlich in den Griff.

    1. Liebe Grit,
      Vielen Dank für deinen Kommentar! Ws freut mich sehr, dass du auch so gute Erfahrungen mit dem Buch gemacht hast. Dir und deinem Sohn wünsche ich alles Liebe und Gute.

  3. Liebe Sandra,

    bisher habe ich ein Shampoo vom Naturfriseur verwendet. Ich habe deinen Bericht über schönes Haar gelesen und spontan das Roggenshampoo getestet. Anfänglich ebenfalls etwas skeptisch war ich von dem Ergebnis jedoch voll und ganz überzeugt. Das Haar fühlt sich danach einfach toll an und ein Waschen alle 2-3 Tage ist völlig ausreichend. Vielen Dank für diesen Beitrag!

    1. Liebe Petra,
      Herzlichen Dank für deinen Kommentar. Es ist wichtig so ein Feedback zu erhalten und es freut mich sehr, dass du auch so gut mit dem Roggenshampoo zurecht kommst. Durch das 2 Mal täglich Haare bürsten, konnte ich meinen Waschzyklus noch einmal auf alle 3-4 Tage verlängern, ohne ein unangenehmes Gefühl (Kopfjucken o. ä.). Alles Liebe & Gute, deine Sandra

  4. Ich habe auch eine Naturhaarbürste benutzt jedoch war ich nicht ganz glücklich damit !Meine Bürste hat nach ein paar Wochen angefangen zu riechen. Hab dann die Bürste gründlich gewaschen. Beides roch gut. Aber nachdem ich die Bürste ein paar mal durch die Haare zog, fing sie wieder an zu stinken. Hast du einen guten Tipp für mich ?

    1. Liebe Christina, Ich reinige meine Bürste nach jeder 2., spätestens 3. Benutzung mit lauwarmem Wasser und etwas Seifenschaum (meist direkt unter der Dusche). Praktisch finde ich auch eine Nagelbürste, damit komme ich gut zwischen die Borsten. Vorher entferne ich die Haare mit einem Kamm. Ab und zu reibe ich den Griff mit Olivenöl ein. Die Bürste lege ich zum Trocknen auf die Borsten, damit kein Wasser im Holz steht. Die Haare bürste ich morgens und abends, bzw. direkt vor dem Waschen. Haare nie im nassen Zustand bürsten, da sind sie besonders empfindlich. Nach dem Waschen nehme ich einen breit gezackten (Holz-)Kamm. Ich hoffe meine Antwort hilft dir. Freu mich über deinen Bericht/Erfahrung, liebe Grüße Sandra

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