Einfach machen: einfach laufen: Teil 1 Wie alles begann

Es war am 9. Dezember 2016

vor fast 1 Jahr, als ich das allererste Mal losging. Ein trüber Tag, typisch für den Bodensee, knapp über Null Grad Celsius und ich bin einfach losgelaufen. Also nur ein bisschen schneller als spaziert. Meine große Liebe galt bisher nämlich dem Radfahren.

Aber selbst wenn ich über vierzig Wochen lang bei einigermassen guter Witterung die 4 Kilometer ins Büro und 4 Kilometer zurück radeln kann, machen wir im Winter keine großen Radtouren. Unsere Aktivitäten als Familie in der Natur beschränken sich auf gemeinsame Spaziergänge und kleinere Wanderungen am Wochenende.

Der bevorstehende Winter 2016/2017 rief Erinnerungen von permanenter Müdigkeit durch Licht- und Sauerstoffmangel, Antriebslosigkeit, ein enorm hohes Schlafbedürfnis und Halsschmerzen in mir wach.

Darauf hatte ich diesmal keine Lust!

 

Mit Wollmütze, -jacke und -weste perfekt für den Lauf bei feuchtkaltem Wetter gerüstet. Wolle (kbT) wärmt wunderbar, ist gleichzeitig atmungsaktiv und außerdem das allerbeste für empfindliche Haut. Zudem ist es die bessere Wahl für umweltbewusste Sportler, weil es natürliche Fasern sind und nicht wie so oft bei billiger und teurer Funktionskleidung: Plastik!

Ausgestattet mit einer kostenlosen Schrittzähler-APP bin ich motiviert los. Ich machte daraus anfangs tatsächlich einen kleinen Wettbewerb und schaffte oft die von allen Gesundheitsexperten so hoch gelobten 10.000 Schritte am Tag! Das glückliche Kind und ich sind nun öfter in die Stadt UND zurück gelaufen. Dank des Schrittzählers.

Der Januar 2017

war bisher mein absoluter Spitzenmonat mit gesamt 333.564 Schritten.

Wie gut sich das anfühlt

habe ich sehr bald und immer wieder gemerkt. Ich habe bisher kein einziges Mal bereut zu laufen. Besonders stolz war und bin ich, wenn ich einmal nicht ganz so motiviert war loszugehen und mich trotzdem überwinden konnte. Relativ schnell hat sich dieses Glücksgefühl bei mir eingestellt und nach dem Laufen noch angehalten. Mein allgemeines Körpergefühl hat sich noch einmal verbessert, obwohl es vorher nicht so schlecht war, hätte ich nicht gedacht, dass noch so eine Steigerung möglich ist!

Mein Lauftagebuch, das dokumentiert und motiviert
Fotos mache ich unterwegs auch, weil ich immer wieder von der Schönheit der Umgebung und der sich ändernden Jahreszeit fasziniert bin. Diese Fotos veröffentliche ich auf Instagram (c)hundert-werden

Ich habe (wieder) angefangen Tagebuch zu schreiben. Zum Glück! Da schreibe ich hinein, wie es mir ergangen ist, ob ich Lust hatte oder nicht, wie das Wetter war, was gut gelaufen ist und was nicht, wie ich mich anschließend gefühlt habe, usw.  Meine Strecke, Zeit, etc. notiere ich separat in eine Monatsübersicht.

Hier einige Gedanken aus meinem Lauftagebuch zum Schmunzeln, zur Motivation und Inspiration:

Freitag, 13. Januar 2017

Letzte Nacht total stürmisch. Am Morgen reißt der Himmel auf – die Sonne! Ich kann laufen gehen. Nach 5 Wochen das erste Mal schneller geworden, immer wieder ein Stück gejoggt. Ich habe mich stark und voller Energie gefühlt. Die kalte, frische Luft. Toll! Ganz stolz habe ich meine Strecke geschafft.

Solange es nicht in Strömen regnet oder schneit, gehe ich los (c) www.hundert-werden.de

Mittwoch, 18. Januar 2017

Es weht seit gestern ein eisiger Wind. Minus 3 Grad tagsüber! Wellen auf dem See, so wie man es selten sieht. Ich laufe trotzdem mit zusätzl. Wollweste und -jacke. Nach den ersten schnelleren Schritten stellt sich heraus, dass ich zu warm angezogen bin. Mist! Reißverschluss auf, eisiger Wind. Reißverschlss zu. Ich laufe trotzdem wieder längere Strecken schneller.

Meine Kondition wird besser. Genauso wie mein Körpergefühl – nach dem Laufen so was von fantastisch ist und kein Muskelkater – aber die eigenen Muskeln überhaupt wieder zu spüren ist so toll. Ich freue mich auf das nächste Mal am Freitag.

 

Freitag, 20. Januar 2017

Ich bin total stolz auf mich, Ja! Minus 4 Grad und ich laufe und laufe, fast schon wie jemand, der seit Jahren nichts anderes tut. Es hat sich so gut angefühlt und leicht. Ich habe mich leicht und stark gefühlt. Der Knaller! Go, Baby!

Beim Anblick des Sees hüpft nicht nur mein Herz vor Glück (c) www.hundert-werden.de

Sonntag, 12. Februar 2017

Ich bin sehr glücklich und dankbar, dass ich mit dem Laufen angefangen habe, jetzt sind es 8 Wochen – und noch glücklicher bin ich, dass ich dabei geblieben bin – jetzt im Winter! Wer hätte das denn gedacht 😉

 

Freitag, 17. Februar 2017

Heute vor 10 Wochen habe ich mit dem Laufen begonnen. Mal wieder gewogen und absolutes Niedrigstgewicht seit langem, obwohl ich auf nichts verzichte!

 

Sonntag, 26. Februar 2017

Rückschlag: seit 1 Woche krank, matt, schlapp. Ist unglaublich, wie ich das Laufen vermisse. Dachte, ich könnte dieses Wochenende wieder durchstarten. Ist mir aber zu riskant.

 

Sonntag, 5 März 2017

Am Freitag habe ich mich wieder einigermaßen fit gefühlt, sodass ich laufen gehen konnte. War überrascht: nicht nur, dass es unglaublich viel Spaß gemacht hat und ich schon gleich ganz viel Glücksgefühle empfunden habe … die Strecke bin ich nach 2 Wochen Zwangspause auch fast so schnell und leicht gelaufen, wie vor der Grippe. Am Samstag keinen Muskelkater!

 

Freitag, 31. März 2017

Das erste Quartal ist heute vorbei. Diesen Monat 11 Mal gelaufen, jeden 2,8 Tag und 88 Kilometer. Hammer!

35 Krankheiten…

können mit regelmäßigem Lauftraining vermieden werden. Man schätzt mittlerweile noch mehr. Dazu gehören neben den typischen wie Übergewicht, Diabetis, Herzinfarkt, etc. auch Depressionen und sogar Krebs. Abgesehen davon bleibt man nicht nur physisch, sondern auch geistig leistungsfähiger und es soll helfen besser durch die Wechseljahre zu kommen. Und mit 46 Jahren ist mir klar, die stehen schon vor der Türe.

Zur Erinnerung: Die Gene beeinflussen deine Lebenserwartung und -gesundheit zu lediglich 25%, der große „Rest“ ist selbst gemacht.

… und so eine Überraschung!

Alles in allem bin ich nach fast 1 Jahr Lauferfahrung sehr glücklich und stolz, dass ich mit dem Laufen angefangen habe. Niemals hätte ich gedacht, dass es mich mal packt und dass es mir so viel Spaß macht und mein Wohlbefinden, meine Lebensqualität noch so steigern kann.

Wieder einmal bestätigt sich für mich: wenn ich es nicht wirklich versucht und ausprobiert habe, weiss ich nicht, ob es für mich und mein Leben gut ist oder nicht. In den letzten Jahren habe ich – Dank meiner gestiegenen Lust auf Neues – viele schöne Erfahrungen machen und Erfolge erleben dürfen und zwar nur, weil ich bereit war mich einzulassen und etwas zu wagen.

Na dann, los geht’s!

Jede/r kann laufen. Und egal in welchem Alter es bringt auch was! Abhängig von deiner Konstitution, Alter und Gewicht solltest du sicherheitshalber mit deinem Arzt Rücksprache halten.

Die schönsten Veränderungen, seit ich laufe:

  • Winterblues hatte ich im Winter 2016/17 nicht und bin überzeugt, dass er auch diesmal an mir vorüberzieht
  • Im vergangen Jahr hatte ich so gut wie keine Kopfschmerzen mehr (davor so circa 1 Mal im Monat dafür recht heftig)
  • Noch mehr Energie, ich bin fitter, wacher und habe manchmal das Gefühl ich könnte Bäume ausreißen (haha!)
  • Während ich laufe habe ich oft so viele verrückte, kreative Ideen
  • Ich weiß, dass ich damit meinem großen Ziel mindestens 100 Jahre gesund und glücklich alt zu werden ein ganzes Stück näher komme
  • Ich bin ausgeglichener und habe noch bessere Laune
  • Ich schlafe fantastisch
  • Die Lust auf Süßes oder Heißhungerattacken haben sich auf ein Minimum reduziert
  • Hosen kaufe ich jetzt wieder eine Nummer kleiner, obwohl ich mein Essverhalten beibehalten habe, denn Diäten und Hungerkuren habe ich bereits vor längerer Zeit Adieu gesagt, wieso, warum, weshalb liest du hier
  • Die Komplimente vom Ehe♥peter

Ich machte auch Fehler

Als völlige Lauf-Anfängerin habe ich mich natürlich informiert und mittlerweile drei Bücher zum Thema gelesen. Das war sehr hilfreich, allerdings hatte ich da schon unbeabsichtigt und unwissentlich Fehler gemacht. Was das für welche waren und was du daraus lernen kannst, berichte ich dir hier im 2. Teil.

A winner is a dreamer who never gives up (Nelson Mandela)

Ich danke dir für deine Aufmerksamkeit und wünsche dir ein langes, glückliches und gesundes Leben!

Sandra

Wenn dir gefällt, was ich schreibe, sag‘ es weiter, wenn nicht, sag‘ es mir! Danke für dein Feedback!

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Autor: Sandra

Bloggerin von www.hundert-werden.de

3 Gedanken zu „Einfach machen: einfach laufen: Teil 1 Wie alles begann“

  1. Ich muss es wirklich zugeben: Während ich im letzten Jahr optisch wohl zwei Jahre gealtert bin, ist Sandra mindestens zwei Jahre jünger geworden. Und das bezieht sich nicht nur auf die Figur.
    Ich muss es leider zugeben: Laufen / Sport wirkt!

    1. Herzlichen Dank für deinen Kommentar, liebe Maria! Jeder so wie er kann und immer wieder lese ich in div. Fachbüchern/-zeitschriften, dass jedes bisschen Bewegung auch mit Schmerzen, Rheuma, etc. sehr hilfreich ist und sogar zur Schmerzlinderung führt (bei regelmäßiger Bewegung). Alles Gute für dich & liebe Grüße

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