Das Ergebnis: hundert-werden vs. Ehepeter (der Konstanzer Lifestudie 2017)

Gesund alt werden

ist eines meiner größten Wünsche. Neben regelmässigen, ärztlichen Check-ups, die ich durchführen lasse, war die Konstanzer Life-Studie eine gute Möglichkeit in einem etwas erweiterten Rahmen zu erfahren, wie es um meine Gesundheit und Fitness bestellt ist und ob und wo ich eventuell Handlungsbedarf habe. Nachfolgend findet ihr unsere detaillierten Ergebnisse:

In der Kategorie Gewicht, Bauchumfang und Körperfettanteil

Zuviel Bauchfett erhöht das Risiko von schwerwiegenden Krankheiten wie Typ-2-Diabetis, Erkrankungen der Herzkranzgefäße und Schlaganfall.

  • Hier lag ich zum Zeitpunkt der Messung (am 01. April 2017) etwas über dem Normalbereich, d. h. Bauchumfang etwas mehr als der Normwert 80 cm (wobei hier über der Kleidung gemessen wurde!) Körperfett mit 35,1% etwas über dem Normwert. Positiv: das viszerale Fett (das ganz böse am Bauch) ist bis 9% im Normbereich, also gesundheitlich unbedenklich, ich hatte derzeit 6%.
  • Der Ehepeter hat mit unter 80 kg und einem 90 cm Bauchumfang und 20.8% Körperfettanteil perfekte Maße
Blutdruck

Bluthochdruck erhöht deutlich die Gefahr im Laufe des Lebens eine Herz-Kreislauf-Erkrankung wie z. B. Herzinfarkt oder ein Schlaganfall zu erleiden.

  • vor lauter Aufregung war mein Blutdruck erhöht (134/82), weitere ärztliche Messungen (bei der Krebsvorsorge) waren im absoluten Normalbereich, so wie ich es bisher von mir gewohnt war
  • beim Ehepeter alles OK
Blutfette: Cholesterin, LDH, HDL und Triglyzeride

Erhöhte Blutfettwerte können gefährlich sein, da sie die Entwicklung einer Atherosklerose fördern können, die wiederum zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen, wie Herzinfarkt und Schlaganfall führen können.

  • bei mir alle Werte im Normbereich
  • der Ehepeter ist beim LDL-Wert knapp in den Grenzbereich gerutscht, was mich wiederum wundert, da wir uns bis auf das Frühstück nahezu identisch ernähren.
Blutzucker

Die Folgen einer Diabetiserkrankung sind verschiedenartig und können u. a. zu Infarkten, Gefäßproblemen und Sehstörungen bis hin zur Erblindung führen.

  • Normbereich bis 100mg/dl
  • Ehepeter und ich beide Werte knapp über 80 mg/dl = prima!

Aufgrund dieser Ergebnisse liegt bei uns beiden derzeit kein Hinweis auf das Metabolische Syndrom vor. Das sollte so bleiben, finde ich!

Jetzt wird es spannend! Funktionelle Fitnesswerte: Beweglichkeit, Balance & Kraft!

Die Beweglichkeit wurde anhand der Schulterbeweglichkeit (Back Scratch) und Beweglichkeit der unteren Extremitäten (Sit-and-Reach) gemessen. Mit Armbeugen (Arm Curls) und des Aufstehen-Tests (Stand-up) wird die Kraft gemessen. Die Balance wurde mit Balken-Balancier-Aufgabe und dem Einbeinstand gecheckt.

  • Back Scratch

Mein schlechtester Wert im ganzen Test: ich habe es nicht geschafft meine beiden Hände hinten am Rücken zusammenzuführen, d.h. -7, der Ehepeter hat es geschafft.

  • Beinbeweglichkeit, Sit & Reach

Hier haben wir beide einen Wert von (nur) + 4 cm, d. h. wir können mit den Fingerspitzen die Füße bei ausgestreckten Beinen um mehr als 4 cm erreichen. Frauen können in meiner Altersgruppe ( 40 – 59 Jahre) ihre Finger um durchschnittlich 7,88 cm über die Fußspitze reichen. Uuups. Bei den Männern nur um 1,08 cm. Spitze Ehepeter. Ich habe mich bisher für beweglich gehalten.

  • Armbeugen (Anzahl/30 Sek)

Jetzt kann ich angeben: der beste Altersklassendurchschnitt lag bei 21,1 Stück/30 Sek in der Klasse der 18 – 39 Jährigen Frauen. Mein Wert = 26 ! Der Ehepeter war bissel langsam mit 16, hat – das muss ich zu seiner Entschuldigung sagen, falsch verstanden, dass es auch um Zeit ging.

  • Aufstehen (Anzahl/30 Sek)

Auch hier liege ich mit 19 Stand-ups im Durchschnitt der 18 – 39 Jährigen Frauen (19,2) 🙂 Frauen aus meiner Altersklasse schaffen im Durchschnitt 17,9 Mal. Männer schafften 18,6 in unserer Altersklasse – der Ehepeter schaffte 19.

  • Einbeinstand (max. 20 Sek) – offene Augen

Ohne mit der Wimper zu zucken hätten wir noch weitere Minuten locker auf einem Bein stehen können. YES! Aber…

  • Einbeinstand (max. 20 Sek) – geschlossene Augen

… mit geschlossenen Augen habe ich das tatsächlich nur 7 Sek. geschafft. Total rumgeeiert bin ich. Der Ehepeter wie eine Kerze 20 Sek. gestanden (überdurchschnittlich. Wow!)

  • Balancieren auf den 3 Balken (6 cm, 4, 5 cm und 3 cm breit)

Hier habe ich pro Balken je 5 Schritte machen können, die Damen in meiner Altersklasse schafften im Durchschnitt 7 / 6 und 4 Schritte. Der Ehepeter 6 / 3 / 4 Schritte, seine männlichen Kollegen 7 / 6 und 5.

Körperliche Ausdauer

Unter körperlicher Ausdauer versteht man die Fähigkeit des Körpers, eine bestimmte Belastungsintensität aufrechterhalten zu können. Gemessen werden kann die körperl. Ausdauerfähigkeit anhand der körperlichen Arbeitskapazität (engl. „Physical Work Capacity“ = PWC). Die PWC zeigt die Leistungsfähigkeit, die ein Mensch bei einer bestimmten Herzfrequenz erreicht. Anhand der Ergometrie (Belastungstest) kann die körperl. Leistungsfähigkeit gemessen werden. Dazu wird unter einer vorgegebenen Belastung die körperliche Reaktion (Herzfrequenz/Puls) gemessen.

Je größer der PWC Wert ist, desto besser sind körperliche Leistungsfähigkeit und Ausdauer.

Ein PWC 150 bezeichnet die erreichte Watt-Leistung bei einem Puls von 150, geteilt durch das Körpergewicht.

Ich habe alles gegeben und der Ehepeter auch!

Mein PWC 130 = 2,35  // Ehepeter = 1,92

Mein PWC 150 = 2,74 // Ehepeter = 2,55

Und auf dieses Ergebnis bin ich schon stolz, schaut mal hier in der Tabelle:

Das habe ich bestimmt meinem Lauftraining zu verdanken.

Gedächtnis, Konzentration

Hier hat sogar das glückliche Kind begeistert mitgemacht. Uns wurde eine Geschichte über Kopfhörer erzählt und anschliessend mussten wir den Text wiedergeben. Hier habe ich 12,5 Punkte. Der Ehepeter 15.

Dann ging es darum Zahlen, die durcheinander auf einem Blatt abgebildet waren zu finden und in der richtigen Reihenfolge schnellstmöglich zu verbinden. Der Ehepeter hat 23 Sek benötigt, ich habe es in 16 Sek geschafft.

Ein nächstes Blatt bestand aus Zahlen und Buchstaben, die schnellstmöglich in der Reihenfolge aufsteigend verbunden werden mussten. Hier habe ich 42 Sekunden, der Ehepeter 55 Sekunden gebraucht. Unter einer Minute (60 Sek.) ist ein ziemlich guter Wert.

Dann mussten wir noch einmal die Geschichte erzählen. Hier habe ich 11 Punkte, der Ehepeter noch 13,5 Punkte erreicht.

Und Schwupps waren 2 Stunden um. Wir sind anschliessend zu meiner Schwiegermutter gefahren, die an diesem Tag ihren 79. Geburtstag feiern durfte.

Fazit

Es war ganz interessant herauszufinden, wie es um die eigene Fitness steht. Auch wenn mir allgemein klar war, dass ich relativ gut beinander bin, hat mich doch überrascht, dass ich so schlecht im Balken balancieren bin und meine Beweglichkeit (Back Scratch und Sit & Reach) in den vergangenen Jahren nachgelassen hat (weil ich sie vernachlässigt, sprich nicht trainiert habe). Hingegen hat mich meine Kraft und Ausdauer und gute Konzentration sehr gefreut.

Wichtig im Hinterkopf zu behalten ist die Erhaltung von Beweglichkeit und möglichst auch der Muskelmasse, die sich ab dem 30. Lebensjahr langsam aber sicher abbaut. Getreu dem Motto: „Wer rastet, der rostet“. Auf meiner Laufstrecke begegnen mir immer wieder die unterschiedlichsten Menschen. Leider sind oft ältere Menschen dabei, die überhaupt nicht mehr alleine laufen können. Dieses Bild ist meine größte Motivation mich regelmässig zu bewegen und mich mehrheitlich gesund zu ernähren. Ohne Druck, sondern mit viel Spass und Lebensliebe.

Hier die offiziellen Ergebnisse der Konstanzer Life Studie.

Hier mein erster Blogpost zum Thema.

Vielen Dank für deine Aufmerksamkeit. Ich wünsche dir Gesundheit, Glück und ein langes Leben,

Sandra, eure Bloggerin vom Bodensee

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Autor: Sandra

Bloggerin von www.hundert-werden.de

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