Danke, Marie! Mein „To Kondo“ Projekt Teil 1

einfach leben – einfach machen – einfach kleiden – einfach glücklich – weniger ist mehr

Wie ich dir bereits in meinem Post „Bin wieder da!“ angekündigt habe, war ich ganz fasziniert von dem Versprechen, den Marie Kondo ihren Lesern in ihrem Buch „MAGIC CLEANING“ gibt: Einmal im Leben richtig aufräumen und dann nie wieder! Wer kann da wiederstehen? Ich jedenfalls nicht 🙂

Immer auf der Suche nach effizienten Methoden für „MUSS“-Aufgaben

Da ich immer auf der Suche nach effektiven Methoden für meine „MUSS“-Arbeiten (wie beispielsweise Putzen, Waschen) bin, war ich sogleich infinziert. Auf Marie ist übrigens der Ehepeter gekommen (Danke ♥ ), das sei hier noch fairerweise erwähnt: Vor unserem Urlaub hat er einen Artikel über sie und ihre spezielle Kleider-Faltmethode gelesen und meinte dann: „So will ich meinen Koffer auch gepackt haben“ (alle drei Koffer habe ich dann so gepackt und ich mache es künftig nur noch so! Übersichtlicher und platzsparender geht es wahrscheinlich nicht. Einen großen Koffer habe ich bereits verschenkt.

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(c)www.hundert-werden.de – Meine Collage zu meinem gewünschten Lebensstil

Ich will dich nicht mit Details langweilen und zur Sache kommen: Juhu, Ausmisten ist eines meiner Lieblingsthemen. Ich liebe – ich brauche es übersichtlich in meiner Umgebung, schon immer. Bin ich gestresst und komme nicht weiter, räume ich erst einmal auf, um mich zu erden. Und da haben Marie und ich etwas gemeinsam.

Wie Marie schon als Kind einen Ordnungsfimmel

Ohne Witz: wenn mir als junges Mädel Sonntag Mittag langweilig war und ich nicht zum ungeliebten Sonntagsspaziergang mit musste, dann habe ich manchmal einfach aufgeräumt, umgeräumt und die paar Möbel in meinem Kinderzimmer (als ich dann ein eigenes hatte) wieder einmal umgestellt. Das Bedürfnis nach Übersichtlichkeit und Ordnung ist bei mir wirklich sehr stark ausgeprägt.

Aber lebe und versuche das einmal mit zwei „jungen Männern“, bei denen das Sammler- und „Das-brauche-ich-noch“-Gen derat stark ausgebildet ist. Schwierig, sage ich dir. Und das ein oder andere Mal habe ich mich dann ganz gegen meine Natur und vielleicht auch bisschen frustriert, der Lage nicht Herrin werden zu können, angepasst und meine Sachen auch liegenlassen. Aber lange kann ich das nicht und es stört mich sehr, vor allem wenn man zu dritt auf 80 qm klar kommen will. Ja, und dann kam Marie.

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(c)www.hundert-werden.de Eine einfache Aufbewahrungsmethode für gefaltete Kleidung: DIY Filzkörbe, massgeschneidert für meinen Schrank.

Auch in der Familie: Jeder macht ausschliesslich seine Sachen!

Es geht, so schreibt sie, auch erstmal „nur“ um meine Sachen und wenn ich mit gutem Beispiel vorangehe, würden mir die anderen Familienmitglieder dann folgen wollen (ich wünsche es mir so sehr!). Wir werden sehen… ich lasse es euch wissen.

Ich habe beide Bücher von Marie Kondo gelesen. Bevor ich mit dem Aufräumfest beginne, soll ich mir mein ideales Leben, meinen idealen Lebensstil vorstellen, was ich durch das Aufräumen erreichen möchte und das schriftlich festhalten, gerne auch visualisieren. Das habe ich bereits im Urlaub gemacht, zuhause dann noch eine Collage erstellt, wie ich mir mein Leben wünsche.

Los geht’s! Dann habe ich endlich mit meiner Lieblingskategorie angefangen: Kleidung!

Da ich dieses Jahr die Challenge #365Tageohne (hier mein Halbjahresbericht) mache und parallel auch das Buch „Die Kleiderdiät“ durchgearbeitet habe, besass ich vor dem Start mit dem Aufräumfest noch ca. 111 Kleidungsstücke (ohne U-/Nacht-Wäsche, Socken). Zudem eine Reservebox mit Kleidung, die ich zur Seite gepackt, aber noch nicht entsorgen konnte. Also ist es, dachte ich, eine einfache und schnelle Übung mit der ich zügig fertig werde.

Marie möchte, dass wir uns letztendlich nur noch mit Dingen umgeben, die uns glücklich machen. Ich auch! Und das ist ihr ganz großes Kriterium beim Aussortieren. Alles andere muss raus. So, und welche Kleidung macht mich nun glücklich? Also alles, was sich gut anfühlt und gut an mir aussieht (oder ich denke, dass es gut an mir aussieht!). Dabei möchte Marie, dass ich jedes Teil in die Hand nehme, zuvor habe ich alle Teile einer Kategorie (die Kleidung darf man zum Glück noch einmal unterteilen) auf einen Haufen gelegt, um mir schon mal klar zu machen, WIEVIEL ich doch noch besitze.

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Vorher: Alle Oberteile, jedes einzelne befühlen – was bleibt?

Macht mich das Shirt glücklich?

Das mit dem Glücksgefühl war jetzt manchmal bissel schwer für mich. Ich musste mehrere Anläufe nehmen, denn einmal ging es mir so, dass ich am liebsten ALLES weggegeben hätte (aber was soll ich dann morgen anziehen, zumal ich doch bis Januar 2017 nix kaufen „darf“?!?). Es gibt Teile, die wollte ich auf keinen Fall hergeben (z. B. die aus Bio-Baumwolle, die ich noch nicht so lange besitze, aber nicht „das Glück“ empfunden habe??). Bei anderen Sachen weiß ich gar nicht, warum ich sie überhaupt noch hatte (trotz Kleiderdiät…). Obwohl ich jedes einzeln in die Hand genommen habe und versuchte zu spüren, was das Teil in mir für Gefühle auslöst, war ich mir manchmal doch unsicher und habe dann pausiert und zu einem anderen Zeitpunkt weitergemacht. Es gibt schliesslich noch andere Aufgaben in meinem Leben.

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Nachher: Alle meine Oberteile: T-Schirts, Langarmshirts und Pullover (c)www.hundert-werden.de

Letztlich habe ich drei Säcke mit Kleidung aussortiert. Und meine Kleiderliste aktualisiert, die ich für eine gut kombinierbare Gardarobe und im Hinblick auf Vermeidung von Fehlkäufen immer im Auge behalte:

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(c)www.hundert-werden: Meine Kleiderziele-Liste

Eine genial einfache und platzsparende Faltmethode, die an Übersichtlichkeit nicht zu toppen ist

Besonders schön finde ich die von Kondo empfohlene Faltmethode (hier ein Video, da kannst du sehen, wie sie es macht): herrlich übersichtlich und platzsparend. Früher habe ich alle Oberteile auf Bügel gehängt, farblich sortiert und trotzdem nicht den Überblick gehabt. Ich habe fast alles so umgeräumt (dunkel zu hell, schwere Stoffe links, die leichten rechts) und umgehängt, wie sie es vorschlägt und freue mich jetzt, wenn ich meine Schranktüren öffne: Alles auf einen Blick. Das Thema mit den Boxen habe ich für mich mit selbstgenähten Filzkörben gelöst. Ich habe dadurch schon enorm viel Platz in unserem Einbauschrank gewonnen.

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Hosen, Röcke, Kleider für Tag und Nacht (c) www.hundert-werden.de

Bei den zur Kategorie dazugehörigen Sachen wie Unterwäsche, Taschen und Schuhen war ich dann tatsächlich sehr schnell fertig. Aktuell besitze ich noch 21 Paar Schuhe inklusive Hausschuhe und Badeschlappen.

Weisst du wieviele Kleidungsstücke und Paar Schuhe du besitzt?

Was kommt als nächstes?

Die nächste Kategorie sind die Bücher. Auch hier war ich in der Vergangenheit aktiv und habe ein überschaubares Sortiment. Anschliessend Dokumente, Schriftstücke und Unterlagen. Gerne berichte ich darüber im zweiten Teil. Ach, das habe ich noch vergessen zu erwähnen, für das Aufräumfest darf man sich übrigens 1/2 Jahr Zeit nehmen, obwohl sie für die Wegwerfphase mehrfach mahnt „in einem Rutsch, in kurzer Zeit und perfekt“.

Vielen Dank für deine Aufmerksamkeit. Ich wünsche dir Gesundheit, Glück und ein langes Leben,

Sandra

P.S. Wenn dir gefällt, was ich schreibe, sag‘ es weiter, wenn nicht, sag‘ es mir! Danke.

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Autor: Sandra

Bloggerin von www.hundert-werden.de

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